Jemen: die aktuelle Lage

Nach über acht Jahren Krieg befindet sich der Jemen in einer verheerenden humanitären Krise. Der Konflikt hat nicht nur das Land verwüstet, sondern auch die Wirtschaft stark geschwächt. Die Menschen kämpfen mit Armut, Mangelernährung und einer zusammengebrochenen Gesundheitsversorgung. 

Obwohl die Kämpfe in einigen Regionen nach einem Waffenstillstand nachgelassen haben, verschlimmern Krankheiten wie Cholera und Masern die Lage weiter. Millionen von Geflüchteten im Land benötigen dringend Unterstützung.

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Wie wir im Jemen helfen

Die Republik Jemen liegt im Süden der Arabischen Halbinsel und ist Heimat von knapp 30 Millionen Menschen. Seit 2015 herrscht dort Krieg und mehr als 20 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Wirtschaft ist zusammengebrochen, die Infrastruktur zerstört, viele Menschen haben ihre Arbeit verloren. Die Lebensmittelpreise sind so stark gestiegen, teilweise um das 500-fache, so dass die Bevölkerung Hunger leidet. Mehr als die Hälfte der öffentlichen Gesundheitseinrichtungen sind ganz oder teilweise funktionsunfähig. Einige der Einrichtungen, die noch geöffnet sind, stehen kurz vor der Schließung, da es an Medikamenten, Personal und Geld fehlt. 

Aus Angst vor Angriffen, oder weil sie die Kosten des Transports nicht tragen können, treten viele Patient:innen den Weg zu einem Krankenhaus gar nicht erst an. So bringen Schwangere ihre Kinder zu oft ohne medizinische Begleitung auf die Welt, was ein hohes Risiko für das Leben von Mutter und Kind bedeutet.   

Unsere Arbeit konzentriert sich auf die medizinische Notversorgung, die Behandlung von Mangelernährung und die Unterstützung des kollabierten Gesundheitssystems.

26.900

chirurgische Eingriffe (in 2023)

497.200

ambulante Behandlungen (in 2023)

37.300

unterstützte Geburten (in 2023)

Unterstützung von Gesundheitseinrichtungen

Im Jemen betreuen wir zahlreiche Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen. Aufgrund der zerstörten Infrastruktur und fehlenden Grundversorgung leisten wir spezialisierte Behandlungen. Besonders Mütter- und Kindergesundheit steht im Fokus. 

Wir unterstützen Entbindungen, bieten Geburtshilfe und kümmern uns um Kinder, die an vermeidbaren Krankheiten wie Masern oder Diphtherie leiden. 

Bekämpfung von Mangelernährung

Mangelernährung bleibt ein großes Problem, insbesondere bei Kindern. Die Kombination aus jahrelangem Krieg, wirtschaftlichem Niedergang und fehlender Nahrungsmittelhilfe hat die Situation verschärft. 

In mehreren Gouvernoraten wie Taiz und Sa'ada haben wir therapeutische Ernährungszentren eingerichtet, um mangelernährte Kinder zu behandeln. Zudem unterstützen wir Krankenhäuser bei der Behandlung schwerer Fälle, wie in Abs, wo wir die Kapazität der Betten während der Spitzenzeiten erweitert haben.

Epidemien und Präventivmaßnahmen

Durch den Zusammenbruch des Gesundheitssystems breiten sich vermeidbare Krankheiten wie Cholera und Masern aus. In Taiz haben wir eine Isolierstation für Masern eingerichtet, um der steigenden Zahl von Infektionen zu begegnen. 

Wir organisieren auch Gesundheitskampagnen zur Aufklärung und Vorbeugung, um die Verbreitung solcher Krankheiten einzudämmen.

Nothilfe und chirurgische Eingriffe

In Gebieten, die von schweren Kämpfen betroffen sind, versorgen wir Verletzte und führen chirurgische Eingriffe durch. In Krankenhäusern wie in Mocha und Marib behandeln wir regelmäßig Massentrauma-Fälle. 

Unsere Teams führen Notfalloperationen durch, einschließlich Kaiserschnitten bei komplizierten Geburten, um das Leben von Müttern und Babys zu retten.

Unsere Hilfe im Jemen ist angesichts der katastrophalen humanitären Lage wichtiger denn je. Wir arbeiten kontinuierlich daran, Leben zu retten und das Gesundheitssystem zu stabilisieren, während wir uns gleichzeitig den neuen Herausforderungen stellen, die der anhaltende Konflikt mit sich bringt​

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1986

Beginn der Arbeit

115,0

Mio. EUR

Ausgaben (Vorjahr)

3085

Einsatz­kräfte

Ländervergleich Österreich & Jemen

AT
YE
83.80
67.83

Lebens­erwartung Frauen

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
YE
79.40
64.44

Lebens­erwartung Männer

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
YE
3.00
43.60

Säuglings­sterblichkeit

je 1000 Geburten

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
YE
5.20
0.53

Ärzt:innen

je 1000 Einwohner­:innen

Quelle: WHO, data.worldbank.org

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